Evangelisch
in Unterbarmen

Gemeinsam. Glauben. Leben.

Im Gespräch mit unserem Finanzkirchmeister

Interview mit Herbert Lau

Henriette Sauppe: Lieber Herbert, viele Menschen aus unserer Gemeinde kennen dich. Du setzt dich seit vielen Jahren für unsere Kirchengemeinde ein, bist Presbyter und Finanzkirchmeister. Dazu noch im Kreissynodalvorstand. Wie hat dich der Weg nach Unterbarmen geführt?

Herbert Lau: Ich bin in Wuppertal geboren und immer schon Unterbarmer gewesen, auch als Kind und Jugendlicher. Meine Wurzeln liegen in Unterbarmen Süd. Getauft bin ich allerdings in der Hauptkirche, weil es die Petruskirche damals noch nicht gab. Dort war dann allerdings die Konfirmation 1973.

Henriette Sauppe: Ich erinnere mich, wie wir vor zwei Jahren deine Goldene Konfirmation in der Lichtenplatzer Kapelle gefeiert haben! Der Weg führte dich von Unterbarmen Süd aber weiter, wenn auch immer noch in der Nähe …

Herbert Lau: Genau, Anfang der 80er Jahre sind wir nach Unterbarmen West gezogen. 1984 bin ich gefragt worden, ob ich mir das Presbyteriumsamt vorstellen kann. Angesprochen hat mich ein Presbyter, der mit mir im selben Haus gewohnt hat. Recht bald bin ich dann auch noch vor der Fusion der Kirchengemeinden Finanzkirchmeister geworden.

Henriette Sauppe: Lieber Herbert, viele Menschen aus unserer Gemeinde kennen dich. Du setzt dich seit vielen Jahren für unsere Kirchengemeinde ein, bist Presbyter und Finanzkirchmeister. Dazu noch im Kreissynodalvorstand. Wie hat dich der Weg nach Unterbarmen geführt? 

Herbert Lau: Ich bin in Wuppertal geboren und immer schon Unterbarmer gewesen, auch als Kind und Jugendlicher. Meine Wurzeln liegen in Unterbarmen Süd. Getauft bin ich allerdings in der Hauptkirche, weil es die Petruskirche damals noch nicht gab. Dort war dann allerdings die Konfirmation 1973. 

Henriette Sauppe: Ich erinnere mich, wie wir vor zwei Jahren deine Goldene Konfirmation in der Lichtenplatzer Kapelle gefeiert haben! Der Weg führte dich von Unterbarmen Süd aber weiter, wenn auch immer noch in der Nähe …

Herbert Lau: Genau, Anfang der 80er Jahre sind wir nach Unterbarmen West gezogen. 1984 bin ich gefragt worden, ob ich mir das Presbyteriumsamt vorstellen kann. Angesprochen hat mich ein Presbyter, der mit mir im selben Haus gewohnt hat. Recht bald bin ich dann auch noch vor der Fusion der Kirchengemeinden Finanzkirchmeister geworden.

Henriette Sauppe: Seitdem sind die Finanzen bei dir in guten Händen und du darfst auf stolze 42 Jahre im Presbyterium zurückblicken. Wie schafft man es, solange dabei zu sein?

Herbert Lau: Das frage ich mich auch (lacht). Mich haben das Finanzielle und die Verwaltung immer schon interessiert. Die handfesten und konkreten Dinge, die es zu besprechen und zu beschließen gab, waren immer sehr wichtig für mich. 

Henriette Sauppe: Warst du dir damals sofort sicher, dass du dieses Amt ausführen möchtest?

Herbert Lau: Da kann ich ganz klar ja sagen. Ich habe nicht lange überlegen müssen. Ich erinnere mich, dass es eine Wahl gegeben hat, denn wir hatten damals noch mehr Kandidierende als Plätze im Presbyterium zur Verfügung standen. Nach der Wahl ging die Arbeit dann auch gleich los. Denn als kleine Gemeinde Unterbarmen West hatten wir immer schon mit finanziellen Engpässen umgehen müssen.

Henriette Sauppe: So kam es dann 2006 auch auf Grund der finanziellen Situation der Gemeinde zu einer Fusion von West, Mitte und Ost. Unterbarmen Süd hatte sich der Fusion am Ende doch nicht angeschlossen. Wie hast du diese Zeit erlebt?

Herbert Lau: Am Anfang war es, um ehrlich zu sein, sehr schwierig. Ich hatte das Gefühl, alle fusionierten Gemeinden konnten sich nicht wirklich mit der neuen Situation anfreunden. In den Presbyteriumssitzungen saßen die entsprechenden Presbyteriumsmitglieder der ehemaligen Kirchengemeinden jeweils in einer Ecke zusammen. Es gab kein wirkliches Miteinander; es hat einige Jahre gebraucht, bis wir wirklich eine gemeinsame Kirchengemeinde Unterbarmen hatten. Ausschlaggebend war dann eine erste Klausurtagung in Unkeln. Diese brachte dann den Durchbruch. Wir lernten uns dort einfach besser kennen und sahen den Menschen hinter dem Presbyteriumsamt und bauten Vertrauen auf. 

Henriette Sauppe: Bevor wir in die Zukunft schauen, würde ich gerne noch einen Blick zurück wagen. Welche Ereignisse oder Menschen sind dir in all den Jahren, vor allem in Unterbarmen West, besonders in Erinnerung geblieben?

Herbert Lau: Es ist schwer, etwas besonders hervorzuheben. Die Pfarrer mit ihren unterschiedlichen Vorstellungen, sei es zum Gemeindeleben, Arbeitsweisen sind mir natürlich in Erinnerung geblieben, jeder war anders. 

Verbunden hat immer, wie wir gemeinsam alle Probleme angegangen und durch sie hindurchgegangen sind in einer vertrauensvollen Art und Weise. Auch an die schönen Ereignisse, wie die Sommerfeste, denke ich gerne zurück. 

In der ehemaligen Kirchengemeinde West sind mir vor allem die Familiengottesdienste im Gemeindehaus Hesselnberg in Erinnerung geblieben, für die wir als Team gekocht haben. Das machte sehr viel Spaß! Wir waren etwa zehn Personen und brachten einmal im Monat 100 bis 120 Portionen auf den Tisch. Einmal hatten wir an einem heißen Wochenende samstags eine Suppe vorbereitet. Wie immer, kochten wir im abgetrennten Gemeindesaal auf Gaskochern. Als wir am Sonntag die Suppe öffneten, brodelte sie vor sich hin und war „umgekippt“. Nun hieß es schnell einen Ersatz zu finden, was am Sonntag überhaupt nicht einfach war. Am Hauptbahnhof hatte ein Geschäft geöffnet, sodass wir zwangsweise Dosensuppe als Ersatz kaufen mussten. 

Auch erinnere ich mich gerne, wie wir hinter dem Gemeindehaus Hesselnberg im Pfarrgarten, der recht steil war, gesessen haben. 

1994 hatten wir das Gemeindezentrum Hesselnberg umgebaut, leider mussten wir das Areal 2014 verkaufen. Ursprünglich gab es auch in der Oberbergischen Straße noch ein Pfarrhaus und einen kleinen Gemeindesaal, der für Sitzungen und kleinere Gottesdienste genutzt und ebenfalls verkauft wurde. Zurück blieb die Pauluskirche. Dort war der Gottesdienstbesuch zwar deutlich geringer, aber die Kirche war denkmalgeschützt. 

Henriette Sauppe: Danke für das Teilen deiner Erinnerungen. Wie so oft denke ich daran, was sich in all den Jahren in unserer Kirchengemeinde verändert hat und es auch immer weiter tun wird. Was wünschst du dir für die Zukunft? 

Herbert Lau: Ich wünsche mir engagierte Gemeindeglieder, die mitmachen, gemeinsam Spaß dabeihaben, sich in der Kirchengemeinde einzubringen und dass die Menschen sich zugehörig fühlen. Engagierte Menschen gestalten die Zukunft mit in unserer Gemeinde und für die Gemeinde, auch über Gemeindegrenzen hinaus. 

Henriette Sauppe: Woran hast du Spaß, wenn du einmal nicht für unsere Gemeinde aktiv bist?

Herbert Lau: Reisen, kochen, essen (lacht). Gerne schaue ich die Sendung „Das Perfekte Dinner“ mit Hanne. Nicht selten drucke ich die Rezepte aus und koche sie nach. Manchmal auch von einem auf den anderen Tag. Und – was ich niemals gedacht hätte – mittlerweile macht mir auch Gartenarbeit Freude. Rundum bin ich ein glücklicher Rentner. 

Henriette Sauppe: Diesen Eindruck machst du auch auf mich und Gartenarbeit wird dich auf jeden Fall fit halten! Hast du ein Lieblingsgericht?

Herbert Lau: Nicht in dem Sinne, aber die asiatische Küche hat es mir angetan; ich esse gerne scharf, mag exotische Gewürze. Bei unseren Reisen im Urlaub  gehe ich gerne auf Märkte, kaufe gerne dort Gewürze, probiere sehr gerne etwas aus. 

Henriette Sauppe: Ich wünsche dir, dass du weiter viel Zeit für deine Interessen findest. Ein großes Danke für dein Engagement in unserer Kirchengemeinde und unser Gespräch!