Evangelisch
in Unterbarmen

Gemeinsam. Glauben. Leben.

Unsere Mitarbeiterin für Kinder & Jugendliche

Interview mit Bente Ruge

Henriette Sauppe: Liebe Bente, wir freuen uns sehr, dass du seit einem halben Jahr als Jugendmitarbeiterin in unserer Gemeinde bist. Seit drei Monaten bist du nun auch Diakonin. Die Kinder- und Jugendarbeit liegt dir sehr am Herzen. Wann hast du dich dafür entschieden diese berufliche Richtung einzuschlagen?
Bente Ruge: Mir war früh klar, dass ich in einem sozialen Bereich arbeiten wollte. Büroarbeit wäre definitiv nichts für mich gewesen, denn ich möchte gemeinsam mit Menschen unterwegs sein! Seitdem es mir mit 8 Jahren möglich war, bin ich in meiner Heimatgemeinde in Schleswig-Holstein auf Jugendfreizeiten gefahren. Diese Freizeiten haben mich sehr beeindruckt, denn wir waren 150 Kinder, die mit unserem damaligen Jugendleiter weggefahren sind. Auch meine Mutter, die zuständig für die Verpflegung war, und meine beiden jüngeren Geschwister waren dabei. Später habe ich die Teamerausbildung gemacht, um weiterhin die Freizeiten zu begleiten. So war ich also schon als Jugendliche in der Gemeinde aktiv. Welchen Weg ich aber genau einschlagen möchte, dafür musste ich mich nach dem Abitur entscheiden. Aber zunächst war ich ein Jahr beim „internationalen Jugendfreiwilligendienst“ in Chile in einem Kinder- und Waisenheim tätig. Dies war eine gute, aber auch herausfordernde Erfahrung. In dieser Zeit bin ich viel durch das Land und nach Argentinien und Peru gereist. Nach meiner Rückkehr schwankte ich zwischen Theologie und Pädagogik und entdeckte schließlich in einem Buch den Studiengang „Gemeindepädagogik und Diakonie“. In diesem Studiengang habe ich mich auch mit meinem Glauben wiedergefunden.

Henriette Sauppe: So bringst du deinen Glauben und deine Begeisterung für die Kinder und Jugendlichen in unsere Gemeinde ein. Wie ist hier die erste Zeit für dich gewesen?
Bente Ruge: Die Zeit war aufregend, da meine Tätigkeit hier auch meine erste Arbeitsstelle ist. Neben der Aufregung sind die Monate für mich vor allem sehr schön gewesen. Es hat mich sehr gefreut, dass ich mit meiner Arbeit anfangen und loslegen konnte. Alles, worüber ich mir im Studium Gedanken gemacht hatte, das konnte ich nun ausprobieren. Ich bin sehr froh, in dieser Gemeinde zu sein, denn ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben und ermutigt. In die Aufregung, wie die Konfi- und Jungschararbeit wird, mischt sich immer mehr die Freude über meine Arbeit. Und da ich Herausforderungen liebe, nehme ich auch diese gerne an.

Henriette Sauppe: Ich bin sehr froh, dass wir gemeinsam den Konfiunterricht gestalten, für die Konfirmandinnen und Konfirmanden bist du mit deinen Ideen eine große Bereicherung. Auch freuen sie sich über den Konfitreff, den du etabliert hast. Erzähl uns ein wenig davon!
Bente Ruge: Der Konfitreff findet an manchen Dienstagen nach dem Konfiunterricht statt. Er ist recht offen gestaltet und bietet einen weiteren Rahmen für Gesprächsbedarf und alles, was die Konfis mitbringen. Gemeinsam machen wir verschiedene Aktionen. Zum Beispiel haben wir alkoholfreie Cocktails gemixt und in der Adventszeit Hexenhäuschen zum Mitnehmen gebastelt. Für mich ist es wichtig, dass eine Kirchengemeinde zum Begegnungsraum wird. Dies versuche ich im Konfitreff umzusetzen.

Henriette Sauppe: Wöchentlich bietest du auch eine Jungschar auf dem Rott an.
Bente Ruge: Von den anfänglich etwa acht bis zehn Kindern waren es in der Adventszeit 13 bis 14 Kinder, das ist eine gute Größe für die Gruppe. Es freut mich zu merken, dass die Kinder wiederkommen und ihnen das Angebot Spaß macht. Sehr froh und dankbar bin ich über meine Teamerinnen Uschi, Helke und Anna. Sie sind mit viel Leidenschaft und guten Ideen dabei. Auch kennen sie die Kinder schon seit Längerem, was den Kindern und mir den Einstieg in die Jungschararbeit erleichtert hat.

Henriette Sauppe: Ein solches Team würdest du dir auch für die Jungschararbeit in der Pauluskirche wünschen!
Bente Ruge: Das stimmt! Die Idee ist, auch dort eine Jungschar stattfinden zu lassen. Das Konzept dafür steht und ich habe viele Ideen, die aber ganz alleine nicht durchführbar sind. So bin ich auf der Suche nach mindestens einer Person, die Lust hat, mit mir eineinhalb Stunden in der Woche die Kinder zu betreuen oder auch an der thematischen Vorbereitung beteiligt zu sein.

Henriette Sauppe: Ich hoffe sehr, dass sich nun jemand angesprochen fühlt und sich bei dir meldet! – Hast du einen Herzenswunsch für unsere Gemeinde?
Bente Ruge: Von Herzen würde ich mir wünschen, wieder auf Freizeiten zu fahren. Auch weil mich Freizeiten so sehr geprägt haben, weiß ich, dass das Jugendliche genauso wie Mitarbeitende abholt. Dieses besondere und eigene Gruppengefühl und die Dynamik – das bleibt hängen. Ich hoffe, dass diese Gemeinschaft in unserer Gemeinde bald wieder möglich ist! Für dieses Jahr werden coronabedingt voraussichtlich keine Freizeiten stattfinden, aber für die zweite Osterferienwoche sind Ferienaktionstage mit Gudrun Haarmann und Vanessa Franke in Planung. Ihr dürft gespannt sein!