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Predigt zu 2. Kor. 6, 1 – 10, Unterbarmen, 26.2.2012
Liebe Gemeinde!
Es ist empörend!
Da stolpert ein Bundespräsident von der politischen Bühne, nicht etwa, weil er sich an der Verfassung vergriffen hat, sondern wegen Ermittlungen über Bobbycars, fragwürdig bezahlte Rechnungen und seltsam freundschaftliche Geschäftsbeziehungen. Da taumelt ein ganzes Land (Griechenland) am Rande des wirtschaftlichen Abgrundes dahin, durchaus selbst verschuldet, aber die Hilfe, die es bekommt, wirkt doch mehr wie eine zusätzliche Erniedrigung und schnürt denen die Luft ab, die ohnehin kaum noch atmen können. Und der Erfolg steht sehr in Frage… Da mordet der Machthaber von Syrien sein Volk nach und nach dahin, und, anders als in Libyen, erscheint es durchaus vernünftig, nicht von außen einzugreifen. An Fukushima denkt, außer im „Millisievert der Woche“ in WDR 5, kein Mensch mehr, und die Entscheidung der Landessynode, wenigstens einen Schritt mehr in Sachen fairer Handel zu tun und Enthaltsamkeit bei der „echten“ Coca Cola zu üben und fair hergestellte zu kaufen, wird – auch im Landeskirchenamt übrigens – nachsichtig belächelt.
Was ist das eigentlich für eine Welt, in der wir da leben!?
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