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HERZLICH WILLKOMMEN IN UNSEREM GEMEINDELEBEN.

 



Liebe Leserin, lieber Leser!

Der jüdische Religionsphilosoph Martin Buber soll gegenüber Christen einmal augenzwinkernd vorgeschlagen haben:„Wir warten alle auf den Messias. Sie glauben, er ist bereits gekommen, ist wieder gegangen und wird einst wiederkommen. Ich glaube, dass er bisher noch nicht gekommen ist, aber dass er irgendwann kommen wird.
Deshalb mache ich Ihnen einen Vorschlag: Lassen Sie uns gemeinsam warten. Wenn er dann kommen wird, fragen wir ihn einfach: Warst du schon einmal hier? Und dann hoffe ich, ganz nahe bei ihm zu stehen, um ihm ins Ohr zu flüstern: ,Antworte nicht‘.“ Diese Anekdote ist es wert, bedacht zu werden.
Die christlichen Feste – Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten – liegen gerade hinter uns. Sie ändern ja nichts daran, dass auch wir Christen im ‚Warte-Modus‘ verbleiben – darauf, dass Gottes Offenbarung in einem endgültigen Sinne noch aussteht. Zugleich schlägt Buber vor, dass es hinterher nicht rechthaberisch und immer noch streitend heißt:
„Siehste, haben wir doch gewusst!“ Wie auch immer wir also wartend – in unserer noch unerlösten Welt – unterwegs sind: Unsere Welt und unsere Gesellschaft braucht – über alle Unterschiede von Kultur und Religion hinaus– das Verbindende, den Dialog und den gegenseitigen Respekt.
In diesem Sinne: Allen Reisenden und natürlich auch den Daheimbleibenden eine gute Sommerzeit, ein bisschen Erholung und ein Kräftesammeln für die
zweite Jahreshälfte!

Ihr Pfarrer Thomas Corzilius